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Bernhardt Jammernegg

 

„Ich wähle meine Themen nicht bewusst. Ich glaube auch nicht, dass ich großartig moralisiere, weil ich nicht das Gefühl habe, eine Botschaft vermitteln zu müssen. Entweder es gibt etwas zu erzählen, oder eben nicht.“

Walther von der Vogelweyde, Bob Dylan, Jacques Brel, Reinhard Mey, sind nur einige herausragende Beispiele für Erzähler, die Gehör fanden, weil sie die Musik als Brücke zwischen ihren Geschichten und den Menschen verwendet haben und verwenden. Daran anknüpfend...

Bernhardt Jammernegg ist ein echter Wiener. Jemand der 46 Jahre lang das gesehen hat, was von vielen Intelektuellen der sogenannten Oberschicht gerne (zu unrecht) romantisierend als „das wahre Leben“ bezeichnet wird; als Scheidungskind aus Rudolfsheim-Fünfhaus,  als Beamter der MA4 und MA17, als Taxifahrer, als Busfahrer bei den Wiener Linien, als Vater eines 10-jährigen Sohnes aus einer geschiedenen Ehe; meistens gibt es etwas zu erzählen.

Wenn man so will, und nur wenn man so will, spricht man, wenn ein Österreicher in Wiener Mundart Lieder singt, von Austropop; wenn nicht, von einem Liedermacher. Beide Genres haben etwas gemein: sie kleiden zeitlose Geschichten in zeitgemäßes Gewand. Wer das tut, muss zwangsläufig von Zeit zu Zeit sein Gewand wechseln. Der Austropop (ja, wir wollen gerne so) hat die gesamte H&M-Ära im Dornröschenschlaf an sich vorbeiziehen lassen, sodass das von vielen ersehnte neue Gewand inzwischen wie ein Kulturschock anmuten muss.

Deswegen polarisiert Bernhardt Jammernegg; nicht weil er versucht, das Unvereinbare zu vereinen, sondern, weil er das vermeintlich Unvereinbare vereint.

Gut so.

 

 

LehrerInnen:

 

Andy Baum

Anita Calzadilla

Beatrix Schmidek

Deborah Carmichael

Freya Schumann

Gernot Maxa

Harald Jokesch

James E. Moore jr.

Jonny Pinter

Miriam Papst

Peter Doss

Robert Mohor

Wayne Griffiths

 

                   … und mit unaufhörlichem - nicht durchschaubarem - Wohlwollen: das Leben.

 

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